Alle Beiträge von Thomas Benndorff

Königliches Dreigestirn

Proklamation der neuen Gersfelder Königsfamilie für das Jahr 2017/2018

Die neue Königsfamilie (v.l.): Jens Graf, Michael Hillenbrand, Johannes Röder

Bei angenehmem Frühsommerwetter wurde im Rahmen einer Feier im Schützenhaus in Gersfeld der neue Schützenkönig 2017/2018 mit seiner Königsfamilie proklamiert. Der neue Schützenkönig Michael Hillenbrand „regiert“ mit seinen beiden Rittern Jens Graf und Johannes Röder. In ihrer Funktion unterstützt die Königsfamilie den Vorstand durch die Wahrnehmung repräsentativer Aufgaben und sie vertritt den Verein bei gesellschaftlichen Anlässen.

Bevor die neue Königsfamilie proklamiert worden ist, wurden Ehrungen von Oberschießwart Wolfgang Gärtner an erfolgreichen Schützen des Vereins vorgenommen. Hierbei zeigte sich wieder die Vielfalt an Disziplinen und die sehr guten schießsportlichen Ergebnisse der Gersfelder Schützenbrüder und Schützenschwestern. Wenn auch nicht so zahlreich vertreten wie ihre männlichen Kollegen stehen die Schützinnen im Verein nichts in Ergebnis und Treffsicherheit nach.

Im Anschluss an die Proklamation und die Ehrungen lud die Königsfamilie alle anwesenden Mitglieder und Freunde zu einem reichhaltigen Mittagessen und anschließend zu Nachtisch, Kaffee und selbstgebackenem Kuchen ein.

Thomas Benndorff
Pressewart Schützengesellschaft Gersfeld 1813 eV

Ein kleines bisschen Amerika

Ein Wochenende lang „Wilder Westen“ am Schützenplatz in Gersfeld

Die Cowboys und Cowgirls mit ihren Trophäen und Auszeichnungen

Es ist immer wie ein kleines bisschen Urlaub in Amerika, wenn in Gersfeld das traditionelle Westernfest für ein Wochenende auf dem Schützenplatz stattfindet. Schon Mitte der Woche reisten die ersten Cowboys und Cowgirls an und bis Freitagabend hatte sich der Schützenplatz mit zahlreichen Gästen gefüllt, die dort Ihre Zelte, Wohnwagen und Camper aufgestellt hatten. Das Angebot der Gersfelder Schützen, den Freitagabend mit einer ‚Happy-Hour’ zu beginnen, bei der Getränke zu vergünstigten Preisen angeboten wurden, wurde von den Besuchern gerne angenommen. Ob Trucker, Cowboy oder Westernfan – am Lagerfeuer und im Saloon kam man schnell ins Gespräch. So tummelten sich auf dem Schützenplatz Linedancer, Cowgirls, Nordstaatler, Cowboys, Südstaatler, Countryfans und zahlreiche Besucher, die sich von der Atmosphäre einfangen ließen. Auch Petrus hatte ein Herz für Cowboys und abgesehen von einer kurzen kräftigen Dusche am Samstagnachmittag hatten die Besucher des diesjährigen Westernwochenendes im Juni auf dem Schützenplatz trockenes und angenehmes Wetter.

Die Western-Stadt „Silver City“ bot dazu allerlei für Augen, Ohren und Magen. Ein knisterndes Lagerfeuer, der stilechte „Lone-Star Saloon“ und Country-Livemusic mit „Cool Country“ luden am Samstagabend zum Verweilen ein. Nicht nur für hungrige Cowboys gab es leckere Grill- und Westernspezialitäten. Ein besonderes Highlight am Samstagabend war der Auftritt der Fuldaer Pipe & Drum Band „Targe of Gordon“ die schottische Melodien am Platz erklingen ließen.

Sorgten für mächtig Stimmung am Samstagabend: Cool Country

Wer nach dem guten Essen Durst bekam konnte diesen stilecht mit frisch gezapftem Bier und Whiskey wie damals am Tresen im Saloon löschen und sich im Wilden Westen daheim fühlen. Als Besonderheit am Freitag- und Samstagabend hatten die Gersfelder wieder eine rustikale Cocktailbar eingerichtet, in der Cocktails mit und ohne Alkohol serviert wurden.

Die Gersfelder Schützen verwöhnten Ihre Gäste außerdem mit selbstgebackenem Kuchen und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Am Samstagabend und Sonntagvormittag fand auch wieder das Kanonenschiessen zur Freude der Zuschauer und Kanoniere mit viel Rauch und Qualm statt. In Verbindung mit der Countrymusik zeigten Linedancer klassischen Linien- und Formationstanz und so manch einem juckte es bei deren Anblick ebenfalls in den Füßen.

Beim Schiesswettbewerb ging es in der Einzelwertung um wertvolle Gold- und Silbermünzen und hobbybezogene Sachpreise. Sieger in der Disziplin Unterhebelgewehr wurde Andreas Riefer aus Schlierbach mit 48 Ringen. Dicht dahinter folgte ebenfalls mit 48 Ringen aber der schlechteren Deckserie Theo Faust aus Groß-Umstadt, der sich damit den zweiten Platz sicherte. Mit 48 Ringen belegte Barney Kurz aus Bad Hersfeld den dritten Platz. In der Disziplin Revolver gelang es Theo Faust den ersten Platz mit 49 Ringen zu erringen. Platz zwei sicherte sich ebenfalls mit 49 Ringen Michael Wehner, dicht gefolgt auf Platz drei von Fred Schädel aus Büdingen mit 48 Ringen.

Beim traditionellen Shoot-Out, bei dem die besten acht Gewehr- und Revolverschützen um die Wanderpreise der Schützengesellschaft Gersfeld schossen, konnte Ernst Graulich mit dem besten Schuß die Trophäe für ein Jahr erringen. Bei den Revolverschützen ging die Trophäe für ein Jahr an Andreas Thumann aus Sommerhausen.

Bei den Mannschaften konnte sich die Mannschaft „Die Wolleins“ aus Bad Brückenau mit 134 Ringen klar auf Platz eins behaupten. Zweiter wurde die Mannschaft der „Gräflichen Schützengesellschaft Sommerhausen“ mit 99 Ringen. Den dritten Platz belegte die Mannschaft des SVA Altenstadt mit 84 Ringen.

Alles andere als konservativ und langweilig

Teilnahme der Schützengesellschaft Gersfeld am 60. Deutschen Schützentag in Frankfurt am Main

Schützenvereine aus ganz Deutschland trafen sich zum Festzug vor der alten Oper in Frankfurt

Man könnte es als „typisch deutsch“ bezeichnen: die vielen Vereine und Organisationen, die es in Deutschland gibt. Aber genau diese typisch deutsche Eigenschaft ist das, was unsere Gesellschaft und letztlich unseren Staat trägt und zusammenhält. Ein alter Ausspruch lautet „Turner, Sänger, Schützen – dies sind unsre Stützen“….und er kommt wohl nicht von Ungefähr.

Etwas gemeinsam tun, für etwas stehen und sich positiv in und für die Gesellschaft einzubringen, dass sind die Ziele, denen sich Vereine verpflichtet fühlen und die Schützengesellschaft Gersfeld 1813 eV. bildet hier keine Ausnahme. Schon deswegen war es für die Gersfelder Schützen eine Ehre und ein Bedürfnis am diesjährigen 60. Deutschen Schütztag in Frankfurt am Main teilzunehmen. Schützenvereine aus ganz Deutschland kamen zusammen, um friedlich und freundschaftlich ihre Vereine und ihr Hobby zu präsentieren.

Wer nun aber meint, da kommen ein paar angestaubte, konservative Langweiler zusammen, der irrt gewaltig. Über 150 Vereine mit über 6000 Teilnehmern boten bei einem Festzug von der alten Oper zum Römerberg ein buntes, vielfältiges und lebendiges Bild, sehr zur Freude der Zuschauer und Besucher. Der Ausrichter des Deutschen Schützentages, der Deutsche Schützenbund, kann auf eine über 150-jährige Tradition mit weit über einer Million Mitglieder zurückblicken. Der Deutsche Schützenbund wurde 1861 gegründet, genau in dem Jahr, als in den USA der amerikanische Bürgerkrieg ausbrach.

Deswegen verwundert es wohl auch nicht sehr, dass die Schützengesellschaft Gersfeld durch ihre Western- und Südstaatengruppe des Vereins in ihren historischen Uniformen des 19. Jahrhunderts unter Beifall und Applaus der Zuschauer und Besucher würdig vertreten wurde. Mit ihrer Teilnahme zeigen die Gersfelder die Verbindung von Tradition und Fortschritt. Tradition ist eben nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers.

Mitglieder der Südstaatengruppe der SG Gersfeld (v.l.): Georg Wollein, Alexander Wollein,Thomas Benndorff, Reiner Heil, Sebastian Wollein, Wolfgang Benndorff

Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft Gersfeld 1813 e.V.

 

Anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Schützenhaus Gersfeld konnte der 1. Vorsitzende Mario Hartmann 62 stimmberechtigte Mitglieder begrüßen. Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit gab es eine Schweigeminute zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder. Stellvertretend wurde hier der ehemalige 1. Vorsitzende, Schützenbruder und Ehrenmitglied Hartmut Trittin genannt, der im Dezember des vergangenen Jahres verstarb.

Anschließend wurde vom Schriftführer das Protokoll der letztjährigen Jahreshauptversammlung verlesen und durch die Hauptversammlung genehmigt. In seinem vorab schriftlich verteilten Jahresbericht gab der 1. Vorsitzende einen Rückblick über das Vereinsgeschehen des abgelaufenen Jahres. Neben dem schon traditionellen Unterhebelschießen und Westernfest fand als zweite überregionale Schießveranstaltung das Vorderlader- und Westernwaffenturnier statt. Ferner verwies Hartmann auf die Entwicklungsmöglichkeiten für den Verein in den kommenden Jahren.

Ein weiterer Höhepunkt im Jahr ist das traditionelle Schießen um die Königswürde, das sogenannte ‚Königsschießen’. Hier gelang Wolfgang Müller der beste Schuss. Ihm zur Seite stehen die beiden Ritter Matthias Müller und Harald Gaß sowie der Jugendkönig Marvin Hofmann. Der Schützenkönig und die Königsfamilie repräsentieren den Verein bei offiziellen und gesellschaftlichen Anlässen.

Der Oberschießwart berichtete über die Teilnahme an verschiedenen bundesweiten Schießen und Wettkämpfen, so z.B. an den Landesmeisterschaften Unterhebelgewehr in Leun/ Lahn.

Hierzu ist noch zu erwähnen, dass die Schützengesellschaft Gersfeld die meisten Auszeichnungen bei Kreis- und Gaumeisterschaften in Einzel- und Mannschaftsdisziplinen im Schützenkreis 62 geholt hat. Gut entwickelt hat sich die vor einem Jahr neu gegründete BDS-Gruppe des Vereins unter der Leitung von Martin Reus, die ein zusätzliches schießsportliches Angebot besonders für Großkaliberschießen bietet. Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Schützengesellschaft Gersfeld einen Zuwachs an neuen Mitgliedern verzeichnen kann.

Der Kassenbericht des 1. Kassierers gab Auskunft über die finanziellen Vorgänge des abgelaufen Jahres; die Kassenprüfer bescheinigten dem Kassierer eine sehr ordentliche und fehlerfreie Kassenführung, worauf dem geschäftsführenden Vorstand die Entlastung von der Versammlung erteilt wurde.

Bei den folgenden geheimen Neuwahlen für den geschäftsführenden Vorstand ging es zunächst um den Posten des 2. Vorsitzenden. Reiner Müller war bei der letzten Hauptversammlung für ein Jahr gewählt worden. Mit einem knappen Ergebnis von 31 zu 29 Stimmen wurde Müller für zwei Jahre zum 2. Vorsitzenden wiedergewählt. Bei der Wahl des Schriftführers wurde Georg Wollein mit einer komfortablen Mehrheit von 56 Jastimmen erneut für zwei Jahre im Amt bestätigt.

Für den erweiterten Vorstand wurde Oliver Stein (Hammelburg) zum neuen Haus- und Platzwart gewählt. Als neuer Kassenprüfer wurde Timo Heumüller gewählt, Ersatzkassenprüferin wurde Christel Gaß. Da Frank Schmidt sich nicht mehr für das Amt des Jugendwarts zur Verfügung stellte, blieb der Posten unbesetzt.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung erfolgte auch eine Ehrung verdienter Mitglieder.

Für 10-jährige Mitgliedschaft in der Schützengesellschaft Gersfeld wurde Herbert Müller das Ehrenabzeichen verliehen; Matthias Müller erhielt die Auszeichnung für seine 30-jährige Vereinszugehörigkeit.

Reiner Müller, Matthias Müller, Georg Wollein und Herbert Müller (v.l.)

Nach den Wahlen gab der 1. Vorsitzende Mario Hartmann einen Ausblick auf die bevorstehenden Ereignisse und Aktionen für das bereits begonnene Jahr. Hierbei verwies er auf die beiden alljährlichen Festveranstaltungen, sowie die geplanten Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten. Dazu bat der 1. Vorsitzende die Mitglieder um tatkräftige Mithilfe und Unterstützung. Zum Ende der Veranstaltung wurden noch über verschiedene Anträge von Mitgliedern teils kontrovers diskutiert und abgestimmt.

Nachdem alle Tagesordnungspunkte abgearbeitet waren, bedankte sich Hartmann bei den Mitgliedern für die lebhafte Teilnahme und Diskussion und schloss die Versammlung um 22.20 Uhr.

Der aktuelle geschäftsführende Vorstand der Schützengesellschaft Gersfeld 1813 e.V. setzt sich wie folgt zusammen (Stand 17.März 2017)

1. Vorsitzender Mario Hartmann
2. Vorsitzender Reiner Müller
1. Kassenwart Matthias Müller
Schriftführer Georg Wollein
Oberschießwart Wolfgang Gärtner

Ein ganz besonderer Weckdienst

Die Gersfelder Schützen salutieren dem amtierenden Haimbacher Westendmarshall

Der Westendmarshall Sebastian XXIII. „von der närrischen Trompete“ mit seinen Adjutanten Andreas & Christian und dem Tanzmariechen Ramona umgeben von Mitgliedern der Gersfelder Western- und Südstaatenabteilung

„Ready!…Aim!…Fire!“ – so schallte es am Morgen des Faschingsonntags in der Polarsternstraße in Haimbach. Mit lautem Kanonendonner wurden der Westendmarshall Sebastian XXIII. „von der närrischen Trompete“ mit seinen Adjutanten Andreas & Christian und dem Tanzmariechen Ramona von ihrem Gefolge und mit Hilfe der Western- und Südstaatengruppe der Schützengesellschaft Gersfeld 1813 e.V. zum Appell „geweckt“. Das Marschallwecken hat eine langjährige Tradition und so wurde dann auch dem amtierenden Westendmarshall die temporäre Befehlsgewalt über die Kanone gegeben. Als frisch gebackener Artillerist erhielt Sebastian XXIII. von den Gersfeldern standesgemäß die „Artilleristentaufe“. Wenn auch historisch gesehen die Männer in Blau und Grau damals gegeneinander kämpften, sind die Gersfelder und die Haimbacher keine Rivalen. Beide Vereine pflegen eine schon über ein Jahrzehnt andauernde herzliche Freundschaft. Nach dem morgendlichen Salut wurde dann mit einem zünftigen Marshallfrühstück das gute Gelingen des Weckens und der Taufe im naheliegenden Vereinsheim beschlossen. Zum Zeichen der bestandenen Artilleristenprüfung wurde dem Westendmarshall von den Gersfeldern das Abzeichen des Ehrenkanoniers verliehen. Als Dank und Anerkennung erhielten die Gersfelder den Westendmarshallorden, der nun ihre Uniformen ziert.

Neben dem Essen wurden auch wieder allerlei Nachrichten und Neuigkeiten ausgetauscht und die Gersfelder freuen sich schon darauf, die Freunde aus Haimbach bei ihrem im Sommer stattfindenden, traditionellen Westernwochenende auf dem Schützenplatz in Gersfeld begrüßen zu dürfen.

 

„Rumms! Da geht der Mörser los mit Getöse riesengroß!“

Der frischgetaufte Ehrenkanonier mit seinen Adjutanten und dem Tanzmariechen sowie Georg Wollein und Wolfgang Benndorff von der Westerngruppe der SG Gersfeld 1813 eV

Trauer um Hartmut Trittin

hartmut-trittin

Die Schützengesellschaft Gersfeld trauert um ihren langjährigen ehemaligen 1.Vorsitzenden Hartmut Trittin. Er führte von 1988 bis 2002 als Vorsitzender der Schützengesellschaft Gersfeld und hat in dieser Zeit die Neuausrichtung des Vereins tatkräftig vorangetrieben und die Voraussetzungen für das Schießen von Großkaliberdisziplinen geschaffen. Im Jahre 1997 war er Schützenkönig und für seine Verdienste um die Schützengesellschaft Gersfeld wurde er 2003 zum Ehrenmitglied ernannt. Hartmut Trittin verstarb  am 21. Dezember nach langer schwerer Krankheit.

Wolfgang Müller macht den Hattrick

Proklamation der neuen Gersfelder Königsfamilie für das Jahr 2016/2017

Die neue Königsfamilie (v.l.): Marvin Hofmann, Matthias Müller, Wolfgang Müller und Harald Gaß

Bei herrlichem Spätsommerwetter wurde im Rahmen einer Feier im Schützenhaus in Gersfeld der neue Schützenkönig 2016/2017 mit seiner Königsfamilie proklamiert. Der neue Schützenkönig Wolfgang Müller wird von seinen beiden Rittern Matthias Müller und Harald Gaß sowie dem Jugendkönig Marvin Hofmann unterstützt. In ihrer Funktion unterstützt die Königsfamilie den Vorstand durch die Wahrnehmung repräsentativer Aufgaben und sie vertritt den Verein bei gesellschaftlichen Anlässen. Für Wolfgang Müller ist es das dritte Mal, dass er die Königswürde erlangt; eine Würde die bislang nur dem Schützenbruder Harald Heller zu Teil wurde.

Bevor die neue Königsfamilie proklamiert worden ist, wurde die Ehrungen der Kreis- und Gaumeister durch den 2. Vorsitzenden Reiner Müller und den Oberschießwart Wolfgang Gärtner an erfolgreichen Schützen des Vereins vorgenommen. Hierbei ist besonders Mario Hartmann zu erwähnen, der insgesamt die meisten Auszeichnungen auf Kreisebene errang und so sein überragendes Talent unter Beweis stellte.

Neben dem Königsschießen ist bei den Gersfelder Schützen das so genannte „Blattlschießen“ fest mit dem Schießen um die Königswürde verbunden; dem besten Schützen winkt ein Ehrenpreis und die Möglichkeit, sich namentlich auf diesem Wanderpreis zu verewigen. Den beste Schütze der beim Schießen auf das „rote Blattl“, dem Erich-Sämann-Ehrenpokal, war Harald Gaß.

Im Anschluss an die Proklamation und die Ehrungen lud die Königsfamilie alle anwesenden Mitglieder und Freunde zu einem reichhaltigen Mittagessen und anschließend zu Kaffee und selbstgebackenem Kuchen ein.

Thomas Benndorff
Pressewart Schützengesellschaft Gersfeld 1813 eV

Drei Jahre und zwei Tage

Kameraden und die SG Gersfeld verabschieden den Kommandeur der Truppenübungskommandatur Süd in Wildflecken

Wer kennt das nicht: nichts im Leben ist so Beständig wie Veränderung. Insbesondere Soldaten wissen, dass ihre Dienstzeit oft durch Versetzungen und Standortwechsel gekennzeichnet ist. Auch ein Kommandeur ist nicht davor gefeit und somit wird der Leiter der Truppenübungskommandantur Süd, Herr Oberstleutnant Uwe Weinrauter seinen Posten in Wildflecken nach drei Jahren und zwei Tagen räumen und sich neuen Aufgaben widmen.

Jedoch stellt sich nicht so sehr die Frage wann etwas endet, vielmehr geht es doch darum, wie man aufhört. Und getreu diesem Motto bereiteten die Kollegen und Kameraden von Oberstleutnant Weinrauter mit tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder der SG Gersfeld eine kleine „Goodbye“-Überraschungsfeier im Schützenhaus in Gersfeld vor.

Die Truppenübungskommandatur Süd in Wildflecken und die Gersfelder Schützen stehen in freundschaftlicher Verbindung und daher war es für die Gersfelder eine Freude und Ehre zugleich die Verabschiedung im Schützenhaus mit zu organisieren. In geselliger Runde sollte noch einmal an die gemeinsame Zeit gedacht und der Beginn der neuen Aufgabe gefeiert werden.

Als Besonderheit veranstaltete man ein Freundschaftsschießen auf der Schießanlage der SG Gersfeld, bei dem sich die Teilnehmer im sportlichen Wettkampf untereinander maßen.

Dabei wurde mit verschiedenen Groß- und Kleinkaliberwaffen geschossen, die sportlich zugelassen sind, was wohl für den einen oder anderen Soldaten eine Umstellung bedeutete, da er vorrangig im Umgang mit militärischen Waffen unterwiesen ist. Jeder Schütze musste mit drei verschiedenen Gewehren und drei unterschiedlichen Kurzwaffen eine bestimmte Anzahl von Wettkampfschüssen abgeben. Die Schwierigkeit wurde zusätzlich noch durch verschiedene Schießstellungen wie liegend, stehend freihändig und sitzend erhöht. Sieger wurde, wer mit allen Waffen die meisten Ringe erzielte. Nach einem spannenden Wettkampf standen die Sieger des Schießens fest; das beste Ergebnis und damit Sieger wurde Hauptfeldwebel Sturm, dicht gefolgt von Oberstleutnant Weinrauter auf Platz zwei und Major Peschel auf Platz drei.

Nach der Siegerehrung wurde es feierlich; Major Peschel ergriff das Wort und bedankte sich bei Oberstleutnant Weinrauter für die gemeinsame Zeit und die gute Zusammenarbeit. Im Gegenzug bedankte sich Oberstleutnant Weinrauter bei allen Anwesenden für die gelungene Überraschung und seine Dienstzeit in Wildflecken, besonders für das Ihm entgegen gebracht Vertrauen und die tatkräftige Unterstützung. Als letzter ergriff Georg Wollein von der SG Gersfeld in Vertretung für den Vorstand das Wort und bedankte sich bei Oberstleutnant Weinrauter und den anwesenden Kameraden ebenfalls für eine gute Zeit. Als kleinen Dank und (stellvertretendes) Abschiedsgeschenk erhielt Oberstleutnant Weinrauter „Rüdiger“ – einen Kaktus – der ihn an seine Zeit in der Rhön erinnern soll und gleichzeitig ein Versprechen ist, dass zu einem späteren Zeitpunkt noch eine Überraschung der Gersfelder folgen wird.

Zwischendurch durfte natürlich auch eine herzhafte Stärkung nicht fehlen und nach der Siegerehrung und den feierlichen Worten verbrachte man noch gesellige Stunden mit Fachsimpelei und angeregten Gesprächen im Schützenhaus.

Siegertypen: Major Peschel, Hauptfeldwebel Sturm und Oberstleutnant Weinrauter (v.l.)

Georg Wollein überreicht „Rüdiger“ an Oberstleutnant Weinrauter

Bei Fachsimpelei in geselliger Runde im Schützenhaus

Kameradschaftlich verbunden

Die Bundeswehr zu Gast bei den Gersfelder Schützen

Aufgrund langer persönlicher Verbindung zwischen dem Leiter der Truppenübungs-Kommandantur Süd, Herrn Oberstleutnant Uwe Weinrauter und der Schützengesellschaft Gersfeld verabredete man sich zu einem Freundschaftsschießen, das von der Schützengesellschaft auf der Schießanlage in Gersfeld ausgerichtet wurde.

Dabei wurde diesmal mit verschiedenen Groß- und Kleinkaliberwaffen geschossen, die sportlich zugelassen sind, was wohl für den einen oder anderen Soldaten eine Umstellung bedeutete, da er vorrangig im Umgang mit militärischen Waffen unterwiesen ist. Jeder Schütze musste mit drei verschiedenen Gewehren und drei unterschiedlichen Kurzwaffen eine bestimmte Anzahl von Wettkampfschüssen abgeben. Die Schwierigkeit wurde zusätzlich noch durch verschiedene Schießstellungen wie liegend, stehend freihändig und sitzend erhöht. Sieger wurde, wer mit allen Waffen die meisten Ringe erzielte.

Bild 1

Volle Konzentration beim Schiessen

Bei der Auswertung stellte sich heraus, dass Major Christoph Peschel von der Kommandantur und Oliver Hecht vom gastgebenden Verein dieselbe Ringzahl erreicht hatten und daher von beiden ein Stechschuß den Sieger ermitteln musste. Der Gast aus Wildflecken hatte dabei das Glück auf seiner Seite, denn der mit dem Großkalibergewehr abgegebene Schuss war um drei Millimeter dichter am Zentrum.

Als Dank überreichte Oberstleutnant Weinrauter dem Organisator Frank Schmidt ein Wappenschild der Truppenübungsplatzkommandantur Süd und lud im Gegenzug den Verein zum nächsten gemeinsamen Schießen nach Wildflecken ein. Zwischendurch durfte natürlich auch eine herzhafte Stärkung nicht fehlen und nach der Siegerehrung verbrachte man noch gesellige Stunden mit Fachsimpelei und angeregten Gesprächen.


Bild 2

Siegertypen: Michael Jahn, Major Christoph Peschel, Oliver Hecht (v.l.)


Bild 3

Gut Schuß“ und bis zum nächsten Mal

Ergebnis des Schießens:

1. Major Christoph Peschel (TrÜbPlK) 221 Ringe
2. Oliver Hecht (SGG) 221 Ringe
3. Michael Jahn (SGG) 217 Ringe
4. OTL Uwe Weinrauter (TrÜbPlK) 215 Ringe
5. Harald Knüttel (SGG) 215 Ringe
6. OTL a. D. Steffen Hampel (TrÜbPlK) 213 Ringe
7. Jens Graf (SGG) 204 Ringe.

Cowboys in der Rhön

Ein Wochenende lang ‚Wilder Westen’ am Schützenplatz in Gersfeld

UH Western 2016
Die Cowboys und Cowgirls mit ihren Trophäen und Auszeichnungen

2016 ist ein Schaltjahr und Schaltjahre sind in jeder Hinsicht etwas besonderes. Man denke nur an die diesjährigen Rosenmontagsumzüge, bei denen Petrus den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.
Aber getreu der alten kölschen Devise: „Et hätt noch emmer joot jejange“ (Es ist bisher noch immer gut gegangen) hatte Petrus ein Herz für Cowboys und somit hatten die Besucher des diesjährigen Westernwochenendes im Juni auf dem Schützenplatz trockenes und angenehmes Wetter.

Schon Anfang der Woche reisten die ersten Gäste an und bis Freitagabend hatte sich der Schützenplatz mit zahlreichen Gästen gefüllt, die dort Ihre Zelte, Wohnwagen und Camper aufgestellt hatten.
Das Angebot der Gersfelder Schützen, den Freitagabend wieder mit einer ‚Happy-Hour’ zu beginnen, bei der Getränke zu vergünstigten Preisen angeboten wurden, wurde von den Besuchern gut angenommen.
Ob Cowboy, Trucker oder Westernfan – am Lagerfeuer und im Saloon kam man schnell ins Gespräch. So tummelten sich auf dem Schützenplatz Nordstaatler, Trapper, Cowboys, Südstaatler, Countryfans und zahlreiche Besucher, die sich von der Atmosphäre einfangen ließen. Die Western-Stadt „Silver City“ bot dazu allerlei für Augen, Ohren und Magen. Ein knisterndes Lagerfeuer, der stilechte „Lone- Star Saloon“ und Country-Livemusic mit „Cool Country“ luden am Samstagabend zum Verweilen ein.

Ein besonderes Highlight am Samstagabend war der Auftritt der Fuldaer Pipe & Drum Band „Targe of Gordon“ die schottische Melodien am Platz erklingen ließen. Nicht nur für hungrige Cowboys gab es leckere Grill- und Westernspezialitäten. Wer nach dem guten Essen Durst bekam konnte diesen stilecht mit frisch gezapftem Bier und Whiskey wie damals am Tresen im Saloon löschen und sich im Wilden Westen daheim fühlen. Als Besonderheit am Freitag- und Samstagabend hatten die Gersfelder wieder eine rustikale Cocktailbar eingerichtet, in der Cocktails mit und ohne Alkohol serviert wurden. Die Gersfelder Schützen verwöhnten Ihre Gäste außerdem mit selbstgebackenem Kuchen und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet.

Am Samstagabend und Sonntagvormittag fand auch wieder das Kanonenschiessen zur Freude der Zuschauer und Kanoniere mit viel Rauch und Qualm statt. In Verbindung mit der Countrymusik zeigten Linedancer klassischen Linien- und Formationstanz und so manch einem juckte es bei deren Anblick ebenfalls in den Füßen. Wer noch schnell einen Cowboyhut benötigte wurde bei verschiedenen Händlern am Platz fündig.

Beim Schießwettbewerb ging es in der Einzelwertung um wertvolle Gold-und Silbermünzen und hobbybezogene Sachpreise. Sieger in der Disziplin Unterhebelgewehr wurde Theo Faust aus Groß-Umstadt mit 49 Ringen. Dicht dahinter folgte ebenfalls mit 49 Ringen aber der schlechteren Deckserie Reinhard Barosch aus Bad Hersfeld, der sich damit den zweiten Platz sicherte. Mit 48 Ringen belegte Patrick Chadwick aus Fulda den dritten Platz. In der Disziplin Revolver errang ebenfalls Theo Faust den ersten Platz mit 50 Ringen. Platz zwei sicherte sich mit 49 Ringen Karsten Dietz, dicht gefolgt auf Platz drei von Fred Schädel aus Büdingen mit ebenfalls 49 Ringen.

Beim traditionellen Shoot-Out, bei dem die besten acht Gewehr- und Revolverschützen um die Wanderpreise der Schützengesellschaft Gersfeld schossen, konnte der Brückenauer Stefan Wollein mit dem besten Schuß die Trophäe für ein Jahr erringen. Bei den Revolverschützen ging die Trophäe für ein Jahr an Andreas Thumann aus Sommerhausen. Bei den Mannschaften konnte die Mannschaft „Green Country“ mit 139 Ringen sich klar auf Platz eins behaupten. Zweiter wurde die Mannschaft des Schützenverein Neudorf mit 118 Ringen. Den dritten Platz belegte die „Gräfliche Schützengesellschaft Sommerhausen“ mit 102 Ringen.