Bogenschiessen verbindet Generationen

Am 25.05.2017 – dem diesjährigen „Vatertag“ – organisierte die Bogenabteilung der Schützengesellschaft Gersfeld 1813 e.V. einen Familiennachmittag mit der Möglichkeit grundverschiedene Bögen sowohl in der eigens hierfür ausgebauten 25 Meter Bogenhalle, der
-„HALL OF SHAME“ –
mit Videoanalyse, Geschwindigkeitstest, Pfeiltest´s etc.,  als auch im Freigelände auf unterschiedliche Distanzen (15m-60m) zu testen und auszuprobieren.

Vorgenommene Einstellungen und „Basic-Setup´s“ an  eigenen, mitgebrachten Bögen wurden zudem von Andi Kolb entsprechend überprüft und ggf. präzisiert – ,
Schiesstechniken und Handhabung wurden dem ein oder anderen bei- und auch näher gebracht.

Bei herrlichem Wetter konnten ein superlustiger, spaßiger Tag bis in die Abendstunden miteinander verbracht werden –
eigens zum Verzehr mitgebrachte Salate
(ein Grosser Dank an die Mädels an der Stelle )
mit frisch gegrillten Steaks und Würstchen rundeten das ganze zusammen mit einem Gläschen kühlen Bier
entsprechend ab.
( Anm. der Red. es gab auch Limo *grins)

Alles in Allem ein wirklich absolut gelungener „Familien-Tag“ an dem unterschiedlichste Klassen miteinander im Wettbewerb standen – von rund 25 Teilnehmern war unsere Jüngste gerade 11, unser „reifster“ Teilnehmer sogar bereits 80 Jahre alt.

SG Gersfeld – denn Bogenschiessen verbindet…

 

Alles andere als konservativ und langweilig

Teilnahme der Schützengesellschaft Gersfeld am 60. Deutschen Schützentag in Frankfurt am Main

Schützenvereine aus ganz Deutschland trafen sich zum Festzug vor der alten Oper in Frankfurt

Man könnte es als „typisch deutsch“ bezeichnen: die vielen Vereine und Organisationen, die es in Deutschland gibt. Aber genau diese typisch deutsche Eigenschaft ist das, was unsere Gesellschaft und letztlich unseren Staat trägt und zusammenhält. Ein alter Ausspruch lautet „Turner, Sänger, Schützen – dies sind unsre Stützen“….und er kommt wohl nicht von Ungefähr.

Etwas gemeinsam tun, für etwas stehen und sich positiv in und für die Gesellschaft einzubringen, dass sind die Ziele, denen sich Vereine verpflichtet fühlen und die Schützengesellschaft Gersfeld 1813 eV. bildet hier keine Ausnahme. Schon deswegen war es für die Gersfelder Schützen eine Ehre und ein Bedürfnis am diesjährigen 60. Deutschen Schütztag in Frankfurt am Main teilzunehmen. Schützenvereine aus ganz Deutschland kamen zusammen, um friedlich und freundschaftlich ihre Vereine und ihr Hobby zu präsentieren.

Wer nun aber meint, da kommen ein paar angestaubte, konservative Langweiler zusammen, der irrt gewaltig. Über 150 Vereine mit über 6000 Teilnehmern boten bei einem Festzug von der alten Oper zum Römerberg ein buntes, vielfältiges und lebendiges Bild, sehr zur Freude der Zuschauer und Besucher. Der Ausrichter des Deutschen Schützentages, der Deutsche Schützenbund, kann auf eine über 150-jährige Tradition mit weit über einer Million Mitglieder zurückblicken. Der Deutsche Schützenbund wurde 1861 gegründet, genau in dem Jahr, als in den USA der amerikanische Bürgerkrieg ausbrach.

Deswegen verwundert es wohl auch nicht sehr, dass die Schützengesellschaft Gersfeld durch ihre Western- und Südstaatengruppe des Vereins in ihren historischen Uniformen des 19. Jahrhunderts unter Beifall und Applaus der Zuschauer und Besucher würdig vertreten wurde. Mit ihrer Teilnahme zeigen die Gersfelder die Verbindung von Tradition und Fortschritt. Tradition ist eben nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers.

Mitglieder der Südstaatengruppe der SG Gersfeld (v.l.): Georg Wollein, Alexander Wollein,Thomas Benndorff, Reiner Heil, Sebastian Wollein, Wolfgang Benndorff

Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft Gersfeld 1813 e.V.

 

Anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Schützenhaus Gersfeld konnte der 1. Vorsitzende Mario Hartmann 62 stimmberechtigte Mitglieder begrüßen. Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit gab es eine Schweigeminute zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder. Stellvertretend wurde hier der ehemalige 1. Vorsitzende, Schützenbruder und Ehrenmitglied Hartmut Trittin genannt, der im Dezember des vergangenen Jahres verstarb.

Anschließend wurde vom Schriftführer das Protokoll der letztjährigen Jahreshauptversammlung verlesen und durch die Hauptversammlung genehmigt. In seinem vorab schriftlich verteilten Jahresbericht gab der 1. Vorsitzende einen Rückblick über das Vereinsgeschehen des abgelaufenen Jahres. Neben dem schon traditionellen Unterhebelschießen und Westernfest fand als zweite überregionale Schießveranstaltung das Vorderlader- und Westernwaffenturnier statt. Ferner verwies Hartmann auf die Entwicklungsmöglichkeiten für den Verein in den kommenden Jahren.

Ein weiterer Höhepunkt im Jahr ist das traditionelle Schießen um die Königswürde, das sogenannte ‚Königsschießen’. Hier gelang Wolfgang Müller der beste Schuss. Ihm zur Seite stehen die beiden Ritter Matthias Müller und Harald Gaß sowie der Jugendkönig Marvin Hofmann. Der Schützenkönig und die Königsfamilie repräsentieren den Verein bei offiziellen und gesellschaftlichen Anlässen.

Der Oberschießwart berichtete über die Teilnahme an verschiedenen bundesweiten Schießen und Wettkämpfen, so z.B. an den Landesmeisterschaften Unterhebelgewehr in Leun/ Lahn.

Hierzu ist noch zu erwähnen, dass die Schützengesellschaft Gersfeld die meisten Auszeichnungen bei Kreis- und Gaumeisterschaften in Einzel- und Mannschaftsdisziplinen im Schützenkreis 62 geholt hat. Gut entwickelt hat sich die vor einem Jahr neu gegründete BDS-Gruppe des Vereins unter der Leitung von Martin Reus, die ein zusätzliches schießsportliches Angebot besonders für Großkaliberschießen bietet. Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Schützengesellschaft Gersfeld einen Zuwachs an neuen Mitgliedern verzeichnen kann.

Der Kassenbericht des 1. Kassierers gab Auskunft über die finanziellen Vorgänge des abgelaufen Jahres; die Kassenprüfer bescheinigten dem Kassierer eine sehr ordentliche und fehlerfreie Kassenführung, worauf dem geschäftsführenden Vorstand die Entlastung von der Versammlung erteilt wurde.

Bei den folgenden geheimen Neuwahlen für den geschäftsführenden Vorstand ging es zunächst um den Posten des 2. Vorsitzenden. Reiner Müller war bei der letzten Hauptversammlung für ein Jahr gewählt worden. Mit einem knappen Ergebnis von 31 zu 29 Stimmen wurde Müller für zwei Jahre zum 2. Vorsitzenden wiedergewählt. Bei der Wahl des Schriftführers wurde Georg Wollein mit einer komfortablen Mehrheit von 56 Jastimmen erneut für zwei Jahre im Amt bestätigt.

Für den erweiterten Vorstand wurde Oliver Stein (Hammelburg) zum neuen Haus- und Platzwart gewählt. Als neuer Kassenprüfer wurde Timo Heumüller gewählt, Ersatzkassenprüferin wurde Christel Gaß. Da Frank Schmidt sich nicht mehr für das Amt des Jugendwarts zur Verfügung stellte, blieb der Posten unbesetzt.

Anlässlich der Jahreshauptversammlung erfolgte auch eine Ehrung verdienter Mitglieder.

Für 10-jährige Mitgliedschaft in der Schützengesellschaft Gersfeld wurde Herbert Müller das Ehrenabzeichen verliehen; Matthias Müller erhielt die Auszeichnung für seine 30-jährige Vereinszugehörigkeit.

Reiner Müller, Matthias Müller, Georg Wollein und Herbert Müller (v.l.)

Nach den Wahlen gab der 1. Vorsitzende Mario Hartmann einen Ausblick auf die bevorstehenden Ereignisse und Aktionen für das bereits begonnene Jahr. Hierbei verwies er auf die beiden alljährlichen Festveranstaltungen, sowie die geplanten Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten. Dazu bat der 1. Vorsitzende die Mitglieder um tatkräftige Mithilfe und Unterstützung. Zum Ende der Veranstaltung wurden noch über verschiedene Anträge von Mitgliedern teils kontrovers diskutiert und abgestimmt.

Nachdem alle Tagesordnungspunkte abgearbeitet waren, bedankte sich Hartmann bei den Mitgliedern für die lebhafte Teilnahme und Diskussion und schloss die Versammlung um 22.20 Uhr.

Der aktuelle geschäftsführende Vorstand der Schützengesellschaft Gersfeld 1813 e.V. setzt sich wie folgt zusammen (Stand 17.März 2017)

1. Vorsitzender Mario Hartmann
2. Vorsitzender Reiner Müller
1. Kassenwart Matthias Müller
Schriftführer Georg Wollein
Oberschießwart Wolfgang Gärtner

Ein ganz besonderer Weckdienst

Die Gersfelder Schützen salutieren dem amtierenden Haimbacher Westendmarshall

Der Westendmarshall Sebastian XXIII. „von der närrischen Trompete“ mit seinen Adjutanten Andreas & Christian und dem Tanzmariechen Ramona umgeben von Mitgliedern der Gersfelder Western- und Südstaatenabteilung

„Ready!…Aim!…Fire!“ – so schallte es am Morgen des Faschingsonntags in der Polarsternstraße in Haimbach. Mit lautem Kanonendonner wurden der Westendmarshall Sebastian XXIII. „von der närrischen Trompete“ mit seinen Adjutanten Andreas & Christian und dem Tanzmariechen Ramona von ihrem Gefolge und mit Hilfe der Western- und Südstaatengruppe der Schützengesellschaft Gersfeld 1813 e.V. zum Appell „geweckt“. Das Marschallwecken hat eine langjährige Tradition und so wurde dann auch dem amtierenden Westendmarshall die temporäre Befehlsgewalt über die Kanone gegeben. Als frisch gebackener Artillerist erhielt Sebastian XXIII. von den Gersfeldern standesgemäß die „Artilleristentaufe“. Wenn auch historisch gesehen die Männer in Blau und Grau damals gegeneinander kämpften, sind die Gersfelder und die Haimbacher keine Rivalen. Beide Vereine pflegen eine schon über ein Jahrzehnt andauernde herzliche Freundschaft. Nach dem morgendlichen Salut wurde dann mit einem zünftigen Marshallfrühstück das gute Gelingen des Weckens und der Taufe im naheliegenden Vereinsheim beschlossen. Zum Zeichen der bestandenen Artilleristenprüfung wurde dem Westendmarshall von den Gersfeldern das Abzeichen des Ehrenkanoniers verliehen. Als Dank und Anerkennung erhielten die Gersfelder den Westendmarshallorden, der nun ihre Uniformen ziert.

Neben dem Essen wurden auch wieder allerlei Nachrichten und Neuigkeiten ausgetauscht und die Gersfelder freuen sich schon darauf, die Freunde aus Haimbach bei ihrem im Sommer stattfindenden, traditionellen Westernwochenende auf dem Schützenplatz in Gersfeld begrüßen zu dürfen.

 

„Rumms! Da geht der Mörser los mit Getöse riesengroß!“

Der frischgetaufte Ehrenkanonier mit seinen Adjutanten und dem Tanzmariechen sowie Georg Wollein und Wolfgang Benndorff von der Westerngruppe der SG Gersfeld 1813 eV

Trauer um Hartmut Trittin

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Die Schützengesellschaft Gersfeld trauert um ihren langjährigen ehemaligen 1.Vorsitzenden Hartmut Trittin. Er führte von 1988 bis 2002 als Vorsitzender der Schützengesellschaft Gersfeld und hat in dieser Zeit die Neuausrichtung des Vereins tatkräftig vorangetrieben und die Voraussetzungen für das Schießen von Großkaliberdisziplinen geschaffen. Im Jahre 1997 war er Schützenkönig und für seine Verdienste um die Schützengesellschaft Gersfeld wurde er 2003 zum Ehrenmitglied ernannt. Hartmut Trittin verstarb  am 21. Dezember nach langer schwerer Krankheit.