Teil­nah­me der Schüt­zen­ge­sell­schaft Gers­feld am 60. Deut­schen Schüt­zen­tag in Frank­furt am Main

Schüt­zen­ver­ei­ne aus ganz Deutsch­land tra­fen sich zum Fest­zug vor der alten Oper in Frankfurt

Man könn­te es als „typisch deutsch“ bezeich­nen: die vie­len Ver­ei­ne und Orga­ni­sa­tio­nen, die es in Deutsch­land gibt. Aber genau die­se typisch deut­sche Eigen­schaft ist das, was unse­re Gesell­schaft und letzt­lich unse­ren Staat trägt und zusam­men­hält. Ein alter Aus­spruch lau­tet „Tur­ner, Sän­ger, Schüt­zen – dies sind uns­re Stützen“.…und er kommt wohl nicht von Ungefähr.

Etwas gemein­sam tun, für etwas ste­hen und sich posi­tiv in und für die Gesell­schaft ein­zu­brin­gen, dass sind die Zie­le, denen sich Ver­ei­ne ver­pflich­tet füh­len und die Schüt­zen­ge­sell­schaft Gers­feld 1813 eV. bil­det hier kei­ne Aus­nah­me. Schon des­we­gen war es für die Gers­fel­der Schüt­zen eine Ehre und ein Bedürf­nis am dies­jäh­ri­gen 60. Deut­schen Schütz­tag in Frank­furt am Main teil­zu­neh­men. Schüt­zen­ver­ei­ne aus ganz Deutsch­land kamen zusam­men, um fried­lich und freund­schaft­lich ihre Ver­ei­ne und ihr Hob­by zu präsentieren.

Wer nun aber meint, da kom­men ein paar ange­staub­te, kon­ser­va­ti­ve Lang­wei­ler zusam­men, der irrt gewal­tig. Über 150 Ver­ei­ne mit über 6000 Teil­neh­mern boten bei einem Fest­zug von der alten Oper zum Römer­berg ein bun­tes, viel­fäl­ti­ges und leben­di­ges Bild, sehr zur Freu­de der Zuschau­er und Besu­cher. Der Aus­rich­ter des Deut­schen Schüt­zen­ta­ges, der Deut­sche Schüt­zen­bund, kann auf eine über 150-jäh­ri­ge Tra­di­ti­on mit weit über einer Mil­li­on Mit­glie­der zurück­bli­cken. Der Deut­sche Schüt­zen­bund wur­de 1861 gegrün­det, genau in dem Jahr, als in den USA der ame­ri­ka­ni­sche Bür­ger­krieg ausbrach.

Des­we­gen ver­wun­dert es wohl auch nicht sehr, dass die Schüt­zen­ge­sell­schaft Gers­feld durch ihre Wes­tern- und Süd­staa­ten­grup­pe des Ver­eins in ihren his­to­ri­schen Uni­for­men des 19. Jahr­hun­derts unter Bei­fall und Applaus der Zuschau­er und Besu­cher wür­dig ver­tre­ten wur­de. Mit ihrer Teil­nah­me zei­gen die Gers­fel­der die Ver­bin­dung von Tra­di­ti­on und Fort­schritt. Tra­di­ti­on ist eben nicht das Bewah­ren der Asche, son­dern das Wei­ter­ge­ben des Feuers.

Mit­glie­der der Süd­staa­ten­grup­pe der SG Gers­feld (v.l.): Georg Wol­lein, Alex­an­der Wollein,Thomas Ben­n­dorff, Rei­ner Heil, Sebas­ti­an Wol­lein, Wolf­gang Benndorff

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